Korruption auf Gran Canaria: Gemeinde Mogán liefert jetzt Beweise
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Gran Canaria – Die Verantwortlichen im Rathaus von Mogán haben Ermittlern jetzt äußerst brisante Unterlagen übergeben. Sie belegen, dass ein Jugendfreund von PP-Bürgermeister Francisco González der Gemeinde zwischen 2003 und 2007 mehr als 700.000 Euro in Rechnung gestellt hat. Der Betrag erklärt sich aus Aufträgen, die Gonzales, gegen den derzeit acht Korruptionsverfahren anhängig sind, seinem Freund zugeschanzt hatte. So kann die Anklage nun beweisen, dass der korrupte Bürgermeister mit Pablo Ernesto García Afonso gemeinsame Sache gemacht hat, um sich persönlich zu bereichern. Gonzales beauftragte Afonso, der besser unter dem Namen „Santos“ bekannt ist, mit der Ausführung von Arbeiten, die rein privater Natur waren. „Santos“ durfte sie der Gemeinde dann Reinigungs- und Wartungsarbeiten sowie Baumaßnahmen an öffentlichen Anlagen in Rechnung stellen. Dabei wurden in gemeinsamem Einvernehmen außerdem die Rechnungsbeträge höher angesetzt als angefallen. Neben Rechnungsbetrug stellt dies des Weiteren einen klaren Verstoß gegen die Regelung zur Verteilung öffentlicher Aufträge über Ausschreibungen dar. Bei der vorgelegten Dokumentation handelt es sich überdies nur um Beträge, die noch zur Zahlung an „Santos“ offen sind. Wie groß die Summe der tatsächlich geflossenen Gemeindegelder ist derzeit nicht bekannt. /WiCa

