Verluste des Wassernetzes könnten ganz Gran Canaria versorgen
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Kanaren – Das veraltete Versorgungsnetz verursacht in den Dörfern und Städten auf dem gesamten Archipel jährlich einen Wasserverlust von nunmehr über 50 Millionen Kubikmetern des kostbaren Nasses. Das ist Mengenmäßig etwa soviel wie das maximale Fassungsvermögen aller kanarischen Wasserdepots zusammen, oder mehr als der gesamte Wasserverbrauch von Gran Canaria im Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die Verluste aller Inseln betrachtete, außer von La Gomera und El Hierro. Obwohl hier, wie auch auf den anderen Inseln, ungefähr 30 bis 35 Prozent aus den undichten Stellen des Netzes im Boden versickern, wurde dem, wegen des geringeren Gesamtverbrauchs, nur wenig Relevanz im Bezug auf das Gesamtresultat beigemessen. Für die Politiker ist es einfach zu wenig prestigeträchtig, Gelder aus dem Haushalt für Arbeiten bereitzustellen die hinterher nicht “sichtbar” sind, so die Erfahrung der Versorgungstechniker, die schon am längsten in dem Bereich tätig sind. Deshalb ist das Versorgungsnetz über die Jahre immer mehr verfallen. Vor dem Hintergrund, dass der Grundwasserspiegel immer weiter sinkt und auch in Regenreichen Jahren nicht mehr in der Lage ist, sich zu erholen, ist das ein nicht nachzuvollziehender Zustand. /WiCa

